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Die Brüder-Unität, später auch Herrnhuter Brüdergemeine genannt, legt bis heute großen Wert auf die Gemeinschaft unter ihren Mitgliedern, in deren Zentrum Jesus Christus als Retter und Erlöser steht. In der Lehre unterscheidet sich die Brüder-Unität nicht von anderen protestantischen Kirchen. Ihr gottesdienstliches Leben ist durch mannigfaltige liturgische Formen und viel Gesang gekennzeichnet. Doppelmitgliedschaft von Mitgliedern evangelischer Kirchen und der Brüdergemeine ist durchaus möglich und keine Seltenheit. Viele Christen kennen die Brüdergemeine als Herausgeber der täglichen Losung.
Durch die Heirat des Grafen Zinzendorf 1722 mit Erdmuth Dorothea Gräfin Reuß-Ebersdorf, der Schwester seines Jugendfreundes, kamen schon bald die ersten Brüder und Schwestern als Bedienstete in das Ebersdorfer Schloss. Hier wurden sie von der Gräfin-Mutter in die pietistische Schloßgemeinde aufgenommen. Je mehr aber von Herrnhut kamen, desto eigenständiger wurden die "Herrnhuter" und hielten neben den Gottesdiensten im Schloss Versammlungen nach gewohnter Herrnhuter Art ab. 1745 gab es 400 Herrnhuter Brüder und Schwestern in Ebersdorf. (Heute sind es 100 mit Kindern.) Sie arbeiteten in dem von der Gräfin gestifteten Waisenhaus und der Schule, betrieben Handwerke oder waren Bedienstete im Schloss. Mit landesherrlichem Dekret vom 24.8.1745 wurde diese Gruppe vom Grafen in die Selbständigkeit entlassen. Mit Einweihung des Kirchensaales am 16.10.1746 wurden sie eine richtige Kirchgemeinde. Bald prägten in ihr die kleinen und mittleren Betriebe und Handwerker, eine Apotheke und ein Warenladen das Bild. Auch die Missionare der Brüdergemeine wurden eine zeitlang hier ausgebildet. Seit vielen Jahrzehnten widmen sich Gemeindeglieder auch diakonischen Aufgaben. So wurde 1919 das Kinderheim "Sonnenschein" gegründet, 1922 folgte das Kinderheim "Gottesschutz". 1946 entstand im ehemaligen Schwesternhaus das Altenheim "Emmaus".
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